wtf26 // Awareness
Weil gute Events mehr brauchen als ein gutes Programm.
Awareness ist eine Branchenaufgabe.
Wir glauben: Ein Branchenevent, das die Zukunft gestalten will, muss auch die Gegenwart ernst nehmen. Awareness ist für uns kein Zusatz – es ist Haltung. Und diese Haltung beginnt lange vor dem ersten Keynote-Slot.
Die Veranstaltungswirtschaft ist eine der lebendigsten, kreativsten und menschlichsten Branchen überhaupt – und genau deshalb trägt sie eine besondere Verantwortung. Wo viele Menschen zusammenkommen, entstehen Räume voller Energie, Begegnung und Austausch. Aber auch Räume, in denen Grenzen überschritten werden können – bewusst oder unbewusst.
Events sind Orte, an denen Hierarchien verschwimmen, Alkohol fließt, Netzwerken und Feiern ineinandergreifen. Das schafft Chancen – und Risiken. Diskriminierung, Belästigung, Ausgrenzung: Das sind keine Randphänomene. Sie passieren auch in unserer Branche. Und sie passieren häufiger dort, wo niemand hinschaut.
Als fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft setzen wir mit wtf26 ein klares Zeichen: Wer die Zukunft der Branche gestalten will, muss heute Verantwortung übernehmen – für alle, die dabei sind.
Awareness bedeutet:
Wir schauen hin.
Awareness heißt, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – um Diskriminierung und Gewalt vorzubeugen und ein respektvolles Miteinander aktiv zu fördern.
„Ein inklusiver Umgang mit Diversität stärkt nachweislich die Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit in den Teams – und macht unsere Branche wirtschaftlich zukunftsfähig. Beim wtf26 zeigen wir, dass Awareness kein Statement ist, sondern gelebte Praxis."
Julia Jost, Referent People, fwd:
Unser Awareness-Ansatz für wtf26 basiert auf sieben Leitsätzen.
Vielfalt ist unsere Stärke – wir machen sie sichtbar.
Unterschiedliche Perspektiven bereichern. Deshalb achten wir bei Speaker:innen, Teams und Teilnehmenden bewusst auf Diversität – und gestalten das Event inklusiv: barrierefrei, sprachlich zugänglich, gendergerecht.
Jede:r verdient Zugang – wir schaffen gleiche Chancen.
Kein Ausschluss aufgrund von Aussehen, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Behinderung, Religion, Bildung, finanzieller Situation, sozialer Herkunft oder Alter.
(Non)verbale Kommunikation – wir sprechen respektvoll.
Sprache und Inhalte sind diskriminierungsfrei. Wir schaffen Räume, in denen alle gehört werden.
Ein sicherer Raum beginnt mit Verantwortung.
Wir benennen Vertrauenspersonen, definieren klare Meldewege und stellen sicher, dass Betroffene Unterstützung erhalten – schnell, vertraulich und ohne Konsequenzen für sie.
Wissen schafft Awareness – wir lernen und wachsen.
Unser gesamtes Team – von der Planung bis zum Personal vor Ort – wird geschult. Awareness ist kein Wissen für Einzelne, sondern eine gemeinsame Praxis.
Gemeinsam entscheiden – für eine Veranstaltung, die alle mitnimmt.
Wir holen Feedback ein, passen Maßnahmen an und kommunizieren offen, was wir tun und warum.
Awareness ist kein Moment – es ist eine Haltung.
Was wir bei wtf26 umsetzen, soll Schule machen. Awareness als fester Bestandteil der Veranstaltungskultur – nicht nur für dieses Event, sondern als Impuls für die gesamte Branche.
Awareness zahlt sich aus
– für Unternehmen und für die Branche.
Inklusion und Awareness sind keine Kostenfaktoren. Sie sind Wettbewerbsvorteile.
Der Diversitäts-Report 2025 des fwd: – die erste branchenweite Studie zu Diversität und Inklusion in der Veranstaltungswirtschaft – zeigt: Unternehmen, die Vielfalt aktiv leben, profitieren von höherer Mitarbeiterbindung, besserer Teamzufriedenheit und gesteigerter Innovationsfähigkeit. Gleichzeitig offenbart die Studie: 64,7 % der Beschäftigten geben an, dass DEI-Maßnahmen im eigenen Unternehmen nicht aktiv kommuniziert werden. Es mangelt nicht an Bereitschaft – sondern an Struktur, Wissen und sichtbarer Haltung.
Genau hier setzt wtf26 an. Wir wollen zeigen, dass ein professionelles Branchenevent Awareness nicht nur fordern, sondern auch vorleben kann. Denn: Was auf einem Event funktioniert, kann in Unternehmen Schule machen.
Awareness vor Ort – so sieht das aus.
Serviceliste
-
Awareness-TeamListenelement 1
Erkennbar an reflektierenden Westen mit „AWARENESS"-Aufschrift sind unsere geschulten Awareness-Personen an beiden Veranstaltungstagen für alle da – für Teilnehmende und Personal gleichermaßen. Mindestens eine Person pro Schicht ist weiblich gelesen; alle sind in der Lage, im Notfall Erste Hilfe zu leisten.
-
Sensory RoomListenelement 2
Im Untergeschoss gibt es einen reizarmen Rückzugsraum für alle, die eine Pause vom Trubel brauchen – bei Reizüberflutung, Erschöpfung oder einfach, weil man kurz Stille braucht. Warmes, indirektes Licht, Teppichboden, ruhige Atmosphäre.
-
Awareness RoomListenelement 3
Für konkrete Vorfälle – Übergriffe, Panikattacken oder andere Notlagen – steht während der Abendveranstaltung im 1. OG ein separater Awareness Room zur Verfügung. Betreut von mindestens zwei Awareness-Personen, ausgestattet für akute Unterstützung.
-
„Ist Luisa hier?" – unser CodewortListenelement 4
Wer sich unwohl fühlt oder Hilfe braucht, kann sich mit dem Satz „Ist Luisa hier?" an jede:n Mitarbeitende:n wenden – ob wtf-Team, fwd:-Team oder Servicepersonal. Wir entscheiden dann gemeinsam: Taxi rufen, zur Garderobe begleiten oder zum Awareness-Team bringen. Kein Druck, keine Erklärung nötig.
-
Klare Meldewege
Vorfälle können direkt und vertraulich beim Awareness-Team gemeldet werden – ohne Konsequenzen für Betroffene. Vor Ort gibt es QR-Codes mit Kontaktmöglichkeiten und Links zu lokalen Beratungsstellen.
-
Feedback
Nach dem Event sammeln wir anonym Feedback zu unseren Awareness-Maßnahmen – um beim nächsten Mal besser zu werden.
Was wtf26 anstoßen will.
wtf26 ist mehr als ein Event. Es ist ein Ort, an dem die Veranstaltungswirtschaft gemeinsam lernt – voneinander und miteinander. Das gilt auch für Awareness.
Wir wollen zeigen: Es ist möglich, ein professionelles Branchenevent zu veranstalten, das gleichzeitig sicher, inklusiv und respektvoll ist. Und wir wollen, dass das, was wir hier erproben, Impulse gibt – für andere Events, andere Veranstalter:innen, andere Formate.
Denn die Frage ist nicht, ob Awareness in der Eventbranche relevant ist. Die Frage ist, wer anfängt.
Wir fangen an.
